4 Kalibrierung eines Detektors

Mit Kalibrierung wird die Wechselbeziehung zwischen Eingangs- und Ausgangsgröße bestimmt. Alle Messinstrumente, von Spannungsmessern über Druckmesser oder Messschieber, müssen kalibriert werden, um die Abweichung ihrer Messwerte von der Absolutgröße zu bestimmen. In der Radiometrie wird die Eingangsgröße durch Standardlampen und standardisierte optische Strahlungsdetektoren ermittelt. Aufgrund des Vorhandenseins zahlreicher verschiedener Messgrößen, sind Kalibrierstandards für jede Größe notwendig, damit ein Kalibrierlabor für optische Strahlungsmessgrößen das breite Spektrum möglicher Kalibrierungen abdecken kann. Ein „rückführbarer” Kalibrierstandard für Laboratorien soll eine ununterbrochene Kette zwischen nationalen (oder besser internationalen) Standards herstellen. Damit ist jedoch noch nicht die notwendige Genauigkeit oder Fähigkeit garantiert, mit denen das Labor seinen Kalibrierunsicherheiten gerecht wird. Aufgrund der Tatsache, dass Kalibrierstandards Veränderungen bedingt durch Verjährung oder Gebrauch gegenüberstehen, muss quasi eine „Kalibrierung” der Standards selbst von Zeit zu Zeit durchgeführt werden. Dies kann zuweilen bedeuten, dass Standards ersetzt werden, damit die Qualität in Bezug auf Kalibrierung und Nachvollziehbarkeit erhalten bleibt. Der Endverbraucher kalibrierter Geräte muss gegebenenfalls die Kalibriereinrichtung auf ihre Kompetenz und Rückführung prüfen. In Deutschland bieten die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt einen Akkreditierdienst für industrielle Kalibrierlabore an, deren Kalibrierstandards sowie -vorgänge und festgelegte Nachkalibrierungen geprüft werden. Mit dieser Akkreditierung wird sichergestellt, dass die Rückführung der Kalibrierung auf einem absoluten Niveau ist. Die DAkkS stellt zudem sicher, dass ihre akkreditieren Laboratorien international anerkannt werden. Mehr Informationen zu nationalen Kalibrierorganisationen.

Abb. 1: Kalibrierung durch einen Ingenieur von GO

Abb. 1: Kalibrierung durch einen Ingenieur von GO